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| 11.04.2008, 18:01 Uhr | Sächsische Zeitung
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Interview mit Katja Naumann und der SZ
Junge Union will Patrioten Heimat geben
Die Junge Union(JU) ist die Jugendorganisation der CDU. Ein Gespräch mit der Kreisvorsitzenden Katja Naumann.
Frau Naumann, in Riesa kann man sich für das Jugendparlament bewerben. Bis jetzt gibt es zwei Kandidaten. Das spricht nicht für eine besonders engagierte Jugend.
Das sagt in der Tat viel aus. Wir versuchen, die Leute mit den Themen Sport und Bildung zu uns zu bringen. Da gibt es dann auch Zuspruch. Ob daraus politisches Interesse entsteht, ist fraglich.
Wie können Sie im Kreis bewirken, dass sich die Jugendlichen politisch einbringen?
Es muss klar werden, dass mit Politik durchaus was erreicht werden kann. Der Satz „Ich alleine kann eh nichts ändern“ ist zwar populär, aber eben falsch. Politik findet nun mal in Gremien statt, und da muss man mitmachen. Eigentlich ziemlich einfach, und das wollen wir vermitteln.
In Riesa gibt es keine Jugendorganisation der SPD. Ist das nicht langweilig so ohne Gegner?
Es würde uns tatsächlich freuen, wenn es hier noch ein paar andere demokratische Organisationen von Jüngeren gäbe. Dann würden die Leute sehen, was Demokratie bedeutet, nämlich die Auswahl zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Konkurrenz belebt das Geschäft. Abgesehen davon geht’s auf kommunaler Ebene ja aber meist um Sachthemen. Bei dem Bau einer Straße ist die Ideologie egal.
Im Kreis gibt es Probleme mit Rechtsextremen. Betrachtet sich die JU als Organisation der rechten Mitte als Ansprechpartner für Jugendliche, die in den braunen Sumpf absacken könnten?
Gerade NPD-Leuten wollen wir zeigen, dass es nicht notwendig ist, in eine undemokratische Partei einzutreten, nur weil man patriotisch denkt und gerne die Nationalhymne singt. Diese Art von „positiven Patriotismus“ kann man auch bei uns in der Jungen Union ausleben.
Das klingt nicht gerade nach hartem Kampf gegen Nazis.
Doch. Die NPD tot zu schweigen, hilft nicht. Wir müssen uns mit den Aussagen der NPD auseinandersetzen, damit man sie als Lügen entlarven kann. Das ist die demokratische Art zu kämpfen.
Gespräch: Thomas Trappe |
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 Junge Union - Mach mit! | |
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